Der Elefant

Der Elefant ist blau … und er kann fliegen!

Dieser fliegende Elefant ist zu einem wichtigen Bestandteil unserer therapeutischen Sitzungen geworden. Ursprünglich wurde er eingeführt, um die Kommunikation zwischen Sheldon, einem neurodivergenten Jugendlichen, und Watson, seinem Therapeuten, zu erleichtern. Der Elefant dient als Metapher und kreatives Instrument, um sowohl verbale als auch emotionale Barrieren zu überwinden. Durch diese spielerische Visualisierung wird es Sherlock ermöglicht, seine Gedanken und Gefühle freier zu äußern, was die therapeutische Beziehung vertieft und aufrechterhält.

Der fliegende Elefant ist mehr als nur ein Symbol – er ist ein therapeutisches Werkzeug, das die Kreativität und Vorstellungskraft von Sherlock fördert, ihm hilft, komplexe emotionale Themen anzugehen, und eine Brücke zu Verständnis und Empathie baut. Sherlock, als neurodivergent, erlebt seine Welt auf einzigartige Weise, und der blaue Elefant unterstützt ihn dabei, diese Welt verständlich zu kommunizieren.

In unseren Sitzungen hat der Elefant eine eigene Identität und trägt zur Schaffung eines sicheren Raums bei, in dem Sherlock sich öffnen und neue Perspektiven entwickeln kann. Die metaphorische Vorstellungskraft, die der Elefant bringt, fördert nicht nur die Interaktion, sondern unterstützt auch die Entwicklung von Lösungsansätzen für alltägliche Herausforderungen.

(Spaßeshalber ist bei uns sogar der Gedanke entstanden, dass wir auf die Frage, was wir während unserer Treffen tun, antworten würden: Hier fliegen blaue Elefanten! Dieser spielerische Ansatz verleiht der Therapie eine Leichtigkeit, die es Sherlock ermöglicht, offen und neugierig zu bleiben, während er in seiner eigenen Geschwindigkeit lernt und wächst.)

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Nonsensgespräche

Vor noch gar nicht langer Zeit haben wir einmal über Spaß und Ernst gesprochen und meine Frage, ob Sherlock nicht irgendetwas einfach nur aus Spaß machen könne, wurde mit einem energischen „Nein!“ beantwortet. Auch in der Zeit davor, eigentlich den Jahren davor, war Spaß, „einfach nur so“, etwas eher Abwegiges.

Heute nun stellt sich heraus, dass dieses „Nein!“ Risse bekommen hat. wir haben sicher eine Stunde lang absolut dämliche Nonsensegespräche geführt und uns beide dabei sehr amüsiert. Dazu muss ich allerdings auch sagen, dass wir einen großen Vorteil haben … Sherlock und Watson stehen sich in Augenhöhe gegenüber, es gibt kein drüber oder drunter, keine Abhängigkeiten, was uns vieles erleichtert.

Diese Nonsensgespräche sind ein übersteigerter Ausdruck dessen, was immer wieder ein neurodivergentes Gehirn beschäftigt. Es sind die Fragen nach dem was?, wenn? wie? warum?- Fragen, die ein neurodivergentes Gehirn bei sehr vielen Gelegenheiten, Entscheidungen beschäftigen.

Es wird sicher nicht das letzte Nonsensgespräch gewesen sein.

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