Vor einiger Zeit kam Sherlock zu mir mit einer Idee, die er verwirklichen wollte … nicht ganz einfach, mit einigen Hürden, aber durchaus machbar.
Aber auch mit dem Kommentar:
„Ich bin überzeugt, ich kann es, aber ich weiß, dass ich es nicht kann. Ich schiebe es vor mir her, obwohl ich denke, das Richtige zu tun, aber nicht weiß wie. Am Kreuzungspunkt dieser zwei Stränge steht wie immer mal wieder der Kontakt mit fremden Menschen beziehungsweise fremden Reaktionen/Erwartungen„.
Steckt mein Freund da in einem Gedankenkonflikt, der sich durch klares Denken auflösen lassen würde? Oder ist dieser Konflikt tatsächlich da und muss irgendwie geschickt umschifft werden? Eindeutig klar ist, dass eine rein sachliche, logisch fundierte Lösung zwar angenehm aussieht, aber keine wirkliche Lösung bietet. Denn, wie Sherlock ja auch sagt, solange er sich selbst nicht 100-prozentig überzeugt hat, geht auch nichts vorwärts.
Und das kann schwer werden. Es geht hier nämlich nicht um die bekannte und allseits beliebte „Prokrastination“, sondern um die tatsächliche Unmöglichkeit… Nicht eine dauerhafte im Sinne von „unfähig sein“, sondern eine für diese Situation zutreffende.
Und – Eltern aufgepasst – dabei hilft auch nicht ein als Anregung gemeinter Satz wie: wenn du jetzt nicht langsam damit anfängst, dann ist es bald sowieso zu spät. So etwas treibt keineswegs zur Eile an, sondern – ganz im Gegenteil – öffnet eine zusätzliche Lage an gedanklichen Fragen…
Maria Montessoris „Hilf mir, es selbst zu tun“ ist da wahrscheinlich die einzig sinnvolle Unterstützung. Beantworte meine Fragen und dann lass mich machen…