Ich möchte mit den Gedanken eines anderen, neurodivergenten Jugendlichen beginnen, der mir vor ungefähr 7-8 Jahren folgendes geschrieben hat:
„…und die Welt wird einen drastisch anderen Blickwinkel auf alles bekommen, was wir machen, wie wir denken, fühlen und arbeiten. Und ich bin mir sicher, dass ich recht behalten werde. Ich glaube auch daran, dass sich in Zukunft für uns alles ändern wird. Auch wenn es jetzt vllt noch sehr utopisch erscheint, dass eines Tages die Menschen um uns herum auf uns schauen werden, und keine Krankheit oder Störung sehen werden, wird es genau so kommen. … Wenn die Unfähigkeit inkompetenter, „normaler“ Menschen, zu erkennen und divergierende Meinungen zu diskutieren, dazu führt, dass wir uns verunsichern lassen, dann passiert genau das, was all die letzten Jahre passiert ist und dem Fortschritt im Weg steht. Ich würde mich umso mehr in das stürzen, was wir genau diesen Leuten hinterlassen können. Die Erkenntnisse, Ideen und – ja – auch eigene Meinungen. Denn genau das ist, was am Ende zählt.“
Wie recht er doch hatte! Inzwischen sind wir dem Konzept der Neuro Diversität sehr viel näher gekommen, betrachten, neurodivergente Menschen (zB Autismus, ADHS) nicht mehr als krank oder gestört, sondern als alternativ-normal, d.h. als Menschen mit einer besonderen Disposition.
